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Besuch bei KnitArt aus dem „Land der langen weißen Wolke“

Wie einige von Euch vielleicht wissen, hatten wir am Samstag, dem 20.10.18 ganz besondere Gäste aus dem „Land der langen weißen Wolke“ zu Besuch:

Die Eheleute Glynis und Owen Poad, Inhaber der Spinnrad-Manufaktur Majacraft, haben auf ihrer 6-wöchigen Weltreise von Neuseeland über Australien, Japan, Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und China auch einen ganztägigen Zwischenstopp bei KnitArt eingelegt.

Als Glynis uns vor einiger Zeit kontaktierte und mitteilte, dass sie auf deren Rundreise auch bei Freunden in NRW Halt machen würden und uns vor Ihrem Weiterflug nach Shanghai für einen Tag besuchen könnten, hatten wir uns natürlich schon sehr gefreut, dass wir sie, nach unserem Besuch bei Ihnen vor über 5 Jahren, endlich wiedersehen würden.

Auch wenn Birgit vorab ein wenig aufgeregt war, wie es denn so mit der Verständigung klappen würde, da ihre englischen Sprachkenntnisse doch zwischenzeitlich etwas eingerostet waren seit unserem Neuseelandtrip, waren die Befürchtungen unbegründet und mit Hilfe von Händen und Füßen und diversen Internet-Apps konnte dann so manches Sprachproblem locker gemeistert werden.

Nachdem Heiko das Ehepaar Poad vom Hotel abgeholt hatte, gab es bei einer gemütlichen Tasse Kaffee natürlich viel zu erzählen und es war auch schön zu hören, dass unser Ausstellungsraum mit den diversen Vorführ-Spinnrädern sowie die große Faserauswahl in unserer Wollwand großes Interesse und Anerkennung bei unseren neuseeländischen Gästen fand.

Auch unsere Frage, was es demnächst Neues bei Majacraft gibt, wurde bereitwillig beantwortet. So können wir allen Majacraft-Interessierten mitteilen, dass das Pioneer-Spinnrad demnächst in der neuen Holzart „amerikanische Esche“ hergestellt wird, aus dem auch schon die Fusion Kadiermaschine gebaut wird. Dieses Holz ist härter als das bisher verwendete Pinienholz, wodurch es widerstandsfähiger gegen Druckstellen oder Kratzer ist.

Sehr interessant waren für Glynis und Owen auch die vielen verschiedenen Handspindel-Modelle, die es bei uns zu sehen und auszuprobieren gibt. Da Majacraft selbst nur eine türkische Handspindel im Programm hat waren beide von der Vielzahl an Modellvarianten, Formen, Farben und Holzarten besonderes angetan. Speziell die liebevolle und perfekte Verarbeitung der Matthes-Spindeln hat beiden imponiert.
Und so war es nur logisch, dass als kleine Erinnerung an den Besuch bei KnitArt eine wunderschöne Matthes-Spindel zusammen mit einem selbst kreierten Batt von Birgit im Handgepäck von Glynis den Weg nach Neuseeland antrat.

Bei der Vielzahl an Spinnrädern, die wir vorführbereit aufgebaut haben, fiel Owen wegen seiner außergewöhnlichen Optik ein ganz besonderes Einzel-Exemplar von einem französischen Hersteller auf. Birgit hatte sich dieses Spinnrad vor einiger Zeit zum Testen bestellt und musste allerdings schnell feststellen, dass es praktisch unbespinnbar war.
Aber Owen, als Entwickler und Hersteller von hochwertigen Spinnrädern, reizte es natürlich, dieses Spinnrad wieder zum Laufen zu  bringen. Kurzerhand wurde das Rad von ihm begutachtet und schnell hatte er das Problem erkannt. Die vom Hersteller verbaute Kurbelbaugruppe war ein unausgereiftes Konstrukt aus Hebeln, Schrauben und Muttern, das sich nicht dauerhaft fixieren ließ und nach jedem Spinnversuch wieder verstellte. Außerdem war die Baugruppe auf dem Schwungrad falsch positioniert, so dass man keine gleichmäßige Trittfolge, geschweige denn einen richtiger Rundlauf erzielen konnte.
Nichtsdestotrotz gelang  es Owen, eine Einstellung an der Kurbelbaugruppe zu finden, mit der das Spinnrad zumindest ansatzweise zur Mitarbeit überzeugt werden konnte.
Schlussendlich müssen wir aber Owen zustimmen: Richtig gute, funktionsfähige Spinnräder baut man irgendwie anders….

Als es dann Zeit war, etwas gegen die inzwischen vorhandene Leere in der Magengegend zu tun, machten wir uns gemeinsam zu Fuß zu einem nahegelegenen türkischen Restaurant auf, wo wir uns zu viert über eine köstliche Grillplatte hermachten. Und da das Wetter förmlich dazu einlud, musste zum Nachtisch noch die örtliche Eisdiele angesteuert werden, um diverse italienische Eisbecherkreationen einem neuseeländisch-deutschen Geschmackstest zu unterziehen.

Nun bietet Hamm zwar viel, aber leider nicht diese Fülle an traumhafter Natur, die uns bei unserem Besuch in Neuseeland hinter jeder Kurve begeistert hatte. Aber immerhin haben wir direkt hinter unserem Haus  den schönen Maximilianpark (kurz Maxipark), der auf über 22 ha mehr als 6 Kilometer Spazierwege durch bunte Gärten, Stauden und Gräser-Pflanzungen bietet sowie mit seinem im Guinessbuch der Rekorde eingetragenen Glaselefanten das weltweit größte Gebäude in Tiergestalt besitzt. Was bot sich also mehr an als mit unseren Gästen einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang im Maxipark zu machen.

Bei angenehmen 20 Grad Außentemperatur schlenderten wir gemütlich durch den Park, fuhren im Rüssel des Glaselefanten mit dem Fahrstuhl nach oben, um in über 35 m Höhe einen tollen Rundum-Blick über die Gegend zu genießen und konnten mit Freude feststellen, dass sich Glynis und Owen sichtlich wohl fühlten in dieser Welt aus Kunst und Natur, die auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Maximilian entstanden ist und 1984 als erste Landesgartenschau in NRW eröffnet wurde.

Ein weiteres Highlight neben dem Glaselefanten ist das in NRW größte tropische Schmetterlingshaus im Maxipark. Hier gibt es auf 450 qm bis zu 80 verschiedene Schmetterlingsarten. Ein Besuch mit unseren Gästen war natürlich ein absolutes Muss und so bestaunte die neuseeländisch-deutsche Gruppe bei Temperaturen von rund 26 Grad und einer schweißtreibenden Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent eine üppige blühende Pflanzenpracht mit Urwaldgewächsen in einer Landschaft mit Bachläufen und Teichen. Um uns herum flatterten eine Vielzahl an bunt-schillernden Faltern und begeisterte alle derart mit ihren zahlreichen Formen, Farben und Größen, dass die Handykameras von Glynis und Owen gar nicht zum „verschnaufen“ kamen.

Eh man sich versehen hatte, war ein wunderbarer Tag mit unseren neuseeländischen Gästen wie im Flug vergangen und nach der Vielzahl an Eindrücken zusammen mit etwas Bewegung waren alle vier verständlicherweise angenehm reif für eine Couch oder vergleichbares.

Da am Sonntag genügend Zeit war, bevor Glynis und Owen am Flughafen Münster-Osnabrück einchecken mussten zu ihrem Langstreckenflug, fuhr Heiko mit ihnen zunächst nach Münster hinein.

Hier stand noch ein kleiner Stadtbummel durch die Altstadt von Münster auf dem Programm. Natürlich gehörte ein Spaziergang über den Prinzipalmarkt sowie Besuche der St. Lamberti-Kirche mit den Käfigen der Widertäufer an ihrem Turm, dem St.-Paulus-Dom und die Pendel-Installation von Gerhard Richter in der früheren Universitätskirche dazu.

Da wir wussten, dass Glynis und Owen auf Ihrer bisherigen Reise bereits an einigen mehrtägigen Kursen und Workshops teilgenommen hatten und am Sonntag nach ihrem Besuch bei uns einen 17-Stunden Flug über München nach Shanghai vor sich hatten, waren wir bereits im Vorfeld zu dem Ergebnis gekommen, dass ihr Besuch bei uns hauptsächlich ein entspannter, schöner Urlaubstag für sie sein sollte. Dieser Meinung hat sich dann zum Glück auch der für unsere Region zuständige Wettergott angeschlossen und uns mit traumhaften Spätsommerwetter verwöhnt.   

Und so hoffen wir, das Glynis und Owen ihren Besuch bei uns in guter Erinnerung behalten und würden uns freuen, wenn sie uns bald mal wieder besuchen.

Obwohl, Neuseeland ist natürlich auch mal wieder eine Reise wert…

Ka kite ano, Glynis und Owen
Auf Wiedersehen / Bis bald

wünschen Heiko und Birgit